FAQ Materialwissen

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Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den verwendeten Materialien unserer Verpackungen. Sie erfahren mehr über Eigenschaften, Unterschiede, Einsatzbereiche, Lebensmittelechtheit, Transparenz, Stabilität und Recycling.

1. Fachwissen zu Papier

Was ist Papier?
Papier ist ein vielseitiges Verpackungsmaterial aus pflanzlichen Fasern, vor allem aus Zellulose. Je nach Sorte kann es matt, seidenmatt oder glänzend wirken. Es wird zum Beispiel für Geschenkpapier, Tragetaschen, Etiketten, Einschlagpapier und Kartonagen eingesetzt. Welches Papier passt, hängt vom Produkt, vom Gewicht und vom gewünschten Auftritt ab.
Was bedeutet gestrichenes Papier?
Gestrichenes Papier verfügt über eine veredelte, besonders glatte Oberfläche. Diese entsteht durch eine zusätzliche Beschichtung und anschliessende maschinelle Glättung. Dadurch wirken Farben meist brillanter, Druckbilder schärfer und Motive klarer. Gestrichene Papiere eignen sich besonders gut für hochwertige Druckerzeugnisse wie Etiketten, Tragetaschen und Geschenkpapier mit detailreichen oder klaren Motiven. Ein gestrichenes Papier mit 90 g/m² kann sich haptisch dünner und glatter anfühlen als ein ungestrichenes Papier mit derselben Grammatur, da die Oberfläche stärker verdichtet ist.
Was bedeutet ungestrichenes Papier?
Ungestrichenes Papier hat eine offenere, natürlichere und porösere Oberfläche. Es fühlt sich meist matter, weicher oder leicht rauer an. Farben wirken darauf oft ruhiger, weniger glänzend und etwas zurückhaltender als auf gestrichenem Papier. Ungestrichene Papiere eignen sich besonders gut für natürliche, schlichte oder nachhaltige Verpackungskonzepte. Da die Oberfläche saugfähiger ist, kann Druckfarbe stärker ins Papier einziehen. Dadurch kann das Druckbild je nach Papierqualität und Motiv etwas weicher, weniger scharf oder leicht aquarellartig wirken.
Was ist Kraftpapier?
Kraftpapier ist ein besonders robustes Papier mit natürlicher, meist brauner, manchmal auch weisser Optik. Es ist häufig gerippt beziehungsweise gestreift und weist in der Regel eine Grammatur von 65 g/m² bis 90 g/m² auf. Unser Geschenkpapier hat eine Grammatur von 65 g/m², unser Packpapier zum Einschlagen bis zu 90 g/m². Kraftpapier wird oft für Geschenkpapier, Tragetaschen, Etiketten und andere Verpackungen eingesetzt. Durch seine schlichte, warme Wirkung und seine Stärke eignet es sich gut für natürliche, nachhaltige oder handwerklich geprägte Markenauftritte.
Was bedeutet FSC-zertifiziertes Papier?
FSC-zertifiziertes Papier stammt aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. Die Zertifizierung unterstützt eine nachhaltigere Waldwirtschaft und fördert transparente Lieferketten. Dabei ist FSC, der Forest Stewardship Council, eines von mehreren anerkannten Labels im Bereich nachhaltiger Papierherkunft.
Was ist Recyclingpapier?
Recyclingpapier wird aus wiederverwertetem Altpapier hergestellt und schont dadurch wertvolle Rohstoffe. Es eignet sich besonders für Verpackungslösungen mit ökologischem Anspruch. Je nach Qualität kann Recyclingpapier sehr glatt und hochwertig wirken oder eine bewusst natürliche, leicht braune oder graue Oberfläche aufweisen. Auch eine weisse Optik ist möglich, wenn das Papier entsprechend aufbereitet oder gebleicht wird. Da die Papierfasern bei jedem Recyclingprozess kürzer werden, ist Recyclingpapier in der Regel weniger reissfest als Papier aus Frischfasern.
Was ist Graspapier?
Graspapier enthält einen Anteil an Grasfasern und gilt als nachhaltigere Alternative zu klassischem Papier. Es hat meist eine beige, leicht strukturierte Oberfläche mit sichtbaren dunkleren Fasern und eignet sich gut für Verpackungen mit ökologischem Charakter. Je nach Herstellung können Grasfasern CO₂, Wasser und Energie sparen. Zudem benötigen sie keine aufwendige chemische Aufbereitung und ermöglichen oft kurze Transportwege.
Was ist Zuckerrohrpapier?
Zuckerrohrpapier wird aus Fasern der Zuckerrohrpflanze hergestellt. Dafür wird häufig Bagasse genutzt, dass ist der faserige Rest, der nach dem Auspressen des Zuckerrohrs übrig bleibt. Aus diesem pflanzlichen Nebenprodukt kann Zellstoff gewonnen und zu Papier weiterverarbeitet werden. So wird ein vorhandener Rohstoff sinnvoll genutzt, statt ihn zu entsorgen oder ausschliesslich zur Energiegewinnung einzusetzen. In seiner Zusammensetzung ist Bagasse Holzfasern recht ähnlich, da sie vor allem Cellulose, Hemicellulose und Lignin enthält.
Was ist der Unterschied zwischen Recyclingpapier und Frischfaserpapier?
Recyclingpapier wird aus wiederverwertetem Altpapier hergestellt, während Frischfaserpapier aus neuen Papierfasern besteht, meist aus Zellulose beziehungsweise Holzfasern. Recyclingpapier ist ressourcenschonender und hat in der Regel eine mattere, etwas porösere Oberfläche. Die meisten Recyclingpapiere sind ungestrichen. Frischfaserpapier hingegen kann je nach Qualität besonders glatte Oberflächen, eine hohe Festigkeit durch lange Fasern sowie brillante Druckergebnisse bieten.
Ist Recyclingpapier immer nature oder grau?
Nein. Recyclingpapier kann grau, naturfarben, weiss oder farbig sein. Moderne Recyclingpapiere sind oft deutlich heller und hochwertiger, als viele erwarten. Die genaue Optik hängt vom eingesetzten Rohstoff, vom Herstellungsverfahren und von der Weiterverarbeitung ab. Auch komplett durchgefärbte Recyclingpapiere sind möglich, zum Beispiel in Schwarz, Braun oder Rot. Dabei ist nicht nur die Oberfläche gefärbt, sondern das gesamte Papier durchgefärbt.
Was sagt die Grammatur über Papier aus?
Die Grammatur beschreibt das Flächengewicht eines Papiers und wird in g/m² angegeben. Sie zeigt also, wie viel ein Quadratmeter des jeweiligen Papiers wiegt. Je höher dieser Wert ist, desto kräftiger und stabiler fühlt sich das Papier in der Regel an. Eine niedrige Grammatur eignet sich gut für flexible Verpackungen wie Geschenkpapier oder Seidenpapier. Höhere Grammaturen werden eher für Anhänger, Tragetaschen oder stabile Verpackungen verwendet. Ab ungefähr 250 g/m² spricht man meist nicht mehr von Papier, sondern von Karton.

2. Fachwissen zu Kunststoff

Was ist Kunststoff?
Kunststoff ist ein sehr vielseitiges Material für Verpackungen. Je nach Ausführung kann er weich und flexibel, transparent, besonders stabil, reissfest oder feuchtigkeitsbeständig sein. Eingesetzt wird Kunststoff zum Beispiel für Plasitktragetaschen, Klarsichtbeutel, Folien, Sichtfenster, Klebebänder und Bänder.
Welche Vorteile hat Kunststoff bei Verpackungen?
Kunststoff ist leicht, stabil und schützt Produkte zuverlässig vor Feuchtigkeit, Schmutz und äusseren Einflüssen. Gleichzeitig lässt er sich sehr flexibel verarbeiten, zum Beispiel zu Folien, Beuteln, Tragetaschen oder Bändern. Wenn eine Verpackung transparent, besonders reissfest oder wasserabweisend sein soll, ist Kunststoff oft eine praktische Wahl.
Was ist PE?
PE steht für Polyethylen und ist ein häufig verwendeter Kunststoff im Verpackungsbereich. Das Material ist leicht, flexibel, reissfest und feuchtigkeitsbeständig. Je nach Dichte unterscheidet man vor allem zwischen LDPE und HDPE. PE wird zum Beispiel für Etiketten, Beutel, Tragetaschen und Schutzverpackungen eingesetzt.
Was bedeutet LDPE?
LDPE steht für Low Density Polyethylen. Es ist ein weicher und flexibler Kunststoff, der oft für Plastiktragetaschen und andere biegsame Verpackungen eingesetzt wird. Das Material fühlt sich geschmeidig an und eignet sich besonders dann, wenn die Verpackung flexibel, leicht dehnbar und angenehm in der Handhabung sein soll.
Was bedeutet HDPE?
HDPE steht für High Density Polyethylen. Im Vergleich zu LDPE ist es fester, steifer und fühlt sich oft etwas knistriger an. Das Material wird häufig für dünne, aber stabile Tragetaschen oder Schutzverpackungen verwendet. HDPE eignet sich besonders gut, wenn eine Verpackung leicht sein soll, aber trotzdem etwas aushalten muss.
Was ist der Unterschied zwischen LDPE und HDPE?
LDPE und HDPE gehören beide zur Gruppe der Polyethylene, fühlen sich aber unterschiedlich an und werden je nach Anwendung anders eingesetzt. LDPE ist weicher, flexibler und leicht elastisch. HDPE ist fester, knistriger und wirkt meist etwas robuster. Der Unterschied liegt vor allem in der Dichte des Materials, die sich auf Haptik, Stabilität und Einsatzbereich auswirkt.
Was bedeutet PP?
PP steht für Polypropylen. Es ist ein leichter, stabiler Kunststoff, der seine Form gut behält und vielseitig eingesetzt werden kann. Verwendet wird PP zum Beispiel für Klarischtfolien, Geschenkbänder, Klebebänder oder Sichtverpackungen. Je nach Verarbeitung kann das Material transparent, matt oder glänzend sein und sehr hochwertig wirken.
Was ist OPP?
OPP steht für orientiertes Polypropylen. Gemeint ist damit eine besonders klare und feste PP-Folie, die sehr transparent und formstabil wirkt. OPP wird häufig für Klarsichtfolien, Beutel, Kartenhüllen oder Verpackungen mit glänzender Optik eingesetzt. Im Vergleich zu LDPE ist das Material weniger dehnbar, dafür aber deutlich klarer und stabiler in der Form.
Was bedeutet PET?
PET steht für Polyethylenterephthalat. Es ist ein klarer und stabiler Kunststoff, der besonders dann eingesetzt wird, wenn eine Verpackung transparent und formbeständig sein soll. Im Verpackungsbereich findet man PET zum Beispiel bei Sichtverpackungen, Stoffbändern oder transparenten Elementen.
Was ist PVC?
PVC steht für Polyvinylchlorid. Der Kunststoff kann fest oder flexibel sein und wird zum Beispiel für Klebebänder oder Etiketten eingesetzt. PVC ist formstabil, widerstandsfähig und kann sehr klar wirken. Da es nicht für jede Anwendung ideal ist, sollte vor dem Einsatz geprüft werden, ob es zum Produkt, zur Entsorgung und zum Einsatzzweck passt.
Ist Kunststoff recycelbar?
Viele Kunststoffe lassen sich grundsätzlich recyceln, zum Beispiel PE, PP oder PET. Wichtig ist dabei, dass das Material möglichst sortenrein ist und korrekt gesammelt wird. Bedruckungen, Beschichtungen, Klebstoffe oder verschiedene Materialkombinationen können das Recycling erschweren.
Was bedeutet sortenreiner Kunststoff?
Sortenrein bedeutet, dass eine Verpackung möglichst nur aus einem Material besteht, zum Beispiel nur aus PE oder nur aus PP. Solche Materialien lassen sich in der Regel einfacher recyceln als Verbundmaterialien, bei denen verschiedene Kunststoffe oder andere Stoffe miteinander kombiniert werden.
Ist Kunststoff immer schlecht für die Umwelt?
Nein, ganz so einfach ist es nicht. Kunststoff hat ökologische Nachteile, vor allem wenn er nur einmal verwendet oder falsch entsorgt wird. Gleichzeitig ist Kunststoff leicht, stabil und schützt Produkte zuverlässig. Entscheidend ist deshalb, ob das Material sinnvoll eingesetzt, sparsam verwendet, möglichst lange genutzt und korrekt entsorgt oder recycelt wird.
Wann ist Kunststoff die richtige Wahl?
Kunststoff ist dann sinnvoll, wenn eine Verpackung leicht, transparent, reissfest, hygienisch oder beständig gegen Feuchtigkeit sein muss. Er eignet sich zum Beispiel für Sichtverpackungen, Schutzfolien, Beutel, Tragetaschen oder andere Verpackungen, bei denen Papier nicht ausreichend schützt.
Wann ist Kunststoff weniger geeignet?
Kunststoff ist weniger geeignet, wenn eine Verpackung möglichst natürlich wirken, sich papierähnlich anfühlen oder einfach über den Papierkreislauf entsorgt werden soll. In solchen Fällen sind Papier, Karton, Recyclingpapier oder andere faserbasierte Materialien oft die passendere Wahl.

3. Fachwissen zum Druck

Was sind Druckdaten?
Druckdaten sind die finalen, druckfertig aufbereiteten Dateien, die digital an uns übermittelt werden. Sie werden benötigt, um ein physisches Druckprodukt nach Ihren Wünschen herzustellen, zum Beispiel Etiketten, Seidenpapier, Tragetaschen oder Geschenkbänder. In den Druckdaten sind alle wichtigen Informationen enthalten, etwa Logo, Texte, Bilder, Farben und das gewünschte Layout. Damit das Ergebnis sauber und wie geplant produziert werden kann, müssen die Dateien technisch korrekt vorbereitet sein. Dazu gehören unter anderem das passende Dateiformat, eine gute Bildauflösung, korrekt angelegte Farben, eingebettete Schriften und genügend Rand für den Zuschnitt.
Digitaldruck oder Offsetdruck – wo liegt der Unterschied?
Beim Digitaldruck werden die Druckdaten direkt von der Datei auf das gewünschte Material übertragen. Dieses Verfahren eignet sich besonders für kleinere Auflagen und kurze Lieferzeiten sowie Motive mit vielen Farben oder Farbverläufen. Beim Offsetdruck wird das Motiv zuerst auf Druckplatten übertragen und danach gedruckt. Diese Methode ist vor allem bei grösseren Auflagen sinnvoll, da sie bei hohen Stückzahlen sehr wirtschaftlich ist und eine konstant hohe Druckqualität bietet. Daher eignet sich Digitaldruck besonders für flexible und kleinere Produktionen, während Offsetdruck die passende Wahl für grosse Mengen ist.
Was bedeutet CMYK?
CMYK ist ein Farbmodell für den Druck und steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key. Key bezeichnet dabei die Schlüsselfarbe Schwarz. Das Modell wird vor allem bei mehrfarbigen Motiven, Bildern und Farbverläufen eingesetzt, insbesondere wenn mit vier oder mehr Farben gearbeitet wird. CMYK wird auch als Digitaldruck bezeichnet.
Was bedeuten das Kürzel Euroskala 1/0, 1/1, 4/0 und 4/4?
Diese Kürzel zeigen, wie viele Farben auf der Vorder- und Rückseite gedruckt werden. Die erste Zahl steht für die Vorderseite, die zweite Zahl für die Rückseite. Das c steht dabei für colour, also Farbe. 1/0 oder 1c/0 bedeutet: Vorderseite einfarbig bedruckt, Rückseite unbedruckt. 1/1 oder 1c/1c bedeutet: Vorder- und Rückseite einfarbig bedruckt. 4/0 oder 4c/0 bedeutet: Vorderseite vierfarbig in CMYK bedruckt, Rückseite unbedruckt. 4/4 oder 4c/4c bedeutet: Vorder- und Rückseite vierfarbig in CMYK bedruckt.
Was ist eine Vektorgrafik?
Eine Vektorgrafik besteht nicht aus einzelnen Pixeln, sondern aus Linien, Formen und Kurven. Dadurch kann sie beliebig vergrössert oder verkleinert werden, ohne unscharf oder verpixelt zu wirken. Gerade im Druck ist das wichtig. Logos, Schriften oder einfache Symbole bleiben als Vektorgrafik sauber, scharf und gut lesbar, egal ob sie klein auf einem Etikett oder gross auf einer Tragetasche gedruckt werden. Typische Dateiformate sind AI, EPS oder PDF.
Was bedeutet Nutzen im Druck?
Nutzen heisst, dass mehrere gleiche Sujets auf einem grösseren Druckbogen angeordnet werden. So wird der Platz auf dem Bogen besser ausgenutzt und die Produktion effizienter. Ein einfaches Beispiel: Mehrere Siebdruck Etiketten werden nicht einzeln gedruckt, sondern gemeinsam auf einen grösseren Bogen gesetzt, zum Beispiel 5 Etiketten auf einen A6-Bogen
Was ist Heissfolienprägung?
Bei der Heissfolienprägung wird eine Folie mit Hilfe von Druck und Wärme auf den Träger übertragen. So entstehen glänzende, metallische oder chromeartige Effekte, zum Beispiel in Gold, Silber oder anderen Farben. Auch holografische Effekte und verspiegelte Oberflächen sind möglich. Diese Veredelung eignet sich besonders für hochwertige Markenauftritte, Geschenkverpackungen und Etiketten.
Werden meine Druckdaten bei Strebel-Walz gespeichert?
Ja, Ihre Druckdaten werden bei uns im Haus gespeichert. So können wir bei Nachbestellungen schneller auf bereits geprüfte Daten zurückgreifen und wiederkehrende Produkte effizienter produzieren. Wir bewahren Druckdaten maximal 10 Jahre auf. Die gespeicherten Daten werden ausschliesslich für Ihre Aufträge verwendet und nicht an Dritte weitergegeben, ausser dies ist für die Produktion notwendig.
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